Chaweng

Der gestrige Tag stand im Zeichen eines Ausflugs. Nach dem üblichen Poolliegen haben wir uns dazu entschlossen, uns ein paar Sachen bei einem Schneider in Chaweng machen zu lassen. Dieser holte uns vom Hotel  ab und es ging bei ein paar kühlenden und für die Natur wichtigen ersten Regentropfen nach Chaweng. Dort angekommen stellten wir fest, dass durch den bis dahin heftigen Regen der Strom – somit das Licht und die Klimaanlage ausgefallen waren. Für 17.30 Uhr war das nicht mehr so gut, da es schon recht düster in den hinteren Winkeln des Geschäfts war und wir die Stoffe nur mehr sehr vage erkennen konnten. So warteten wir etwa 10 Minuten, bevor es wieder hell und kalt wurde! Ein paar Diskussionen über den Preis und ein paar Minuten des Vermessens später, waren wir auch schon fertig. Von dort fuhren wir ins Zentrum von Chaweng und schauten uns ein wenig um. Das ist echt Ballerman in Thailand! Oder wir unsereiner sich das vorstellt, da wir beide das Glück hatten, noch nie den echten Ballermann (der bekanntlich sehr klein ist und die ganze Insel Mallorca in Verruf bringt) live erlebt zu haben. Es schieben sich hier Menschenmassen durch diverse Märkte, die Verkäufer sind sichtlich unfreundlicher, als in Bhoput (wo wir wohnen) und es ist ein Geschäft neben dem anderen – zum Teil sieht man auch viele westliche Marken, von McDonald bis KFC und Starbucks. Sogar mehrere „Schnitzelhäuser“ und Italiener haben wir entdeckt. Wir beschlossen, uns das Ganze mal vom Strand aus anzusehen und uns dort ein Restaurant zu suchen. Leider waren wir vom Ambiente unseres Hotels und der umliegenden Restaurants so verwöhnt, dass wir nach ein  paar hundert Metern ein Taxi aufgehalten haben und wieder Richtung „Heimat“ aufgebrochen sind.

Hier angekommen war der Hunger schon spürbar – aber gerade noch nicht hörbar. So haben wir relativ schnell die Entscheidung gefasst, wieder ins Krua Bhoput zu gehen, wo es uns schon einmal sehr gut geschmeckt hat. Bei „deep fried spring rolls“ und „chicken satay“ freuten wir uns auf die Hauptspeise, die aus Huhn bzw. Rindfleisch in einer sehr angenehm würzigen Sauce (mit Reis als Beilage) bestand.

An eine Nachspeise war nicht mehr zu denken.

An der Bar im Hotel kurz danach erzählte uns Supit (der Hotelmanager), dass das Krua Bhoput einem Mann gehört, der in Deutschland 10 thailändische Restaurants hat und hier auf der Insel ein Ressort (ich glaube Bhoput Ressort oder so ähnlich). Ausserdem haben wir vorgestern einen Mann kennen gelernt, über den der Besitzer des Hotels gemeint hat, er wäre unter den 8 reichsten Thailändern. Ausgesehen hat er wie ein Student, der entweder zu viele Cocktails an seiner Bar geschlüft (er hat ein großes Grundstück neben unserem Hotel und am Strand davor eine Strandbar) oder sonstige sehr aufmunternde Substanzen genossen hatte.

Jedenfalls war der Barbesuch wieder einmal sehr angenehm, mit einigen Gesprächen mit dem Personal (das wie üblich sehr nett war) und klarerweise dem Streicheln von „Batman“ oder „Barcat“. Der entwickelt sich hier zu einem richtig faulen Touristenkater. Lässt sich von allen streicheln, und ein paar deutsche Touristen haben ihm auch schon was zu essen gekauft. Somit wird er sich zu einem richtigen Kater, weniger zu einerm verhungerten „Verreckerl“ entwicklen. In Thailand heisst das aber wahrscheinlich max. 3.25 Kilo = halber Moritz-Kater. Das Einzige, was der Thaikater unseren (Ex-)Katern voraus hat, sind zwei kleine Teile am hinteren Ende.

Der Poolbarabend war diesmal relativ kurz und so sind wir vor Mitternacht noch im Bett gewesen.

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