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Nach der 20 minütigen Taxifahrt, die wieder 500 Baht gekostet hat, sind wir knapp nach der Abzweigung zum Flughafen, rechts zum Strand abgebogen. Die Einfahrt bzw. die Gegend waren schon um Klassen von der in Lamai zu unterscheiden. Am Ende der Straße angelangt, erkannte ich das Hansar an der rostbraunen, erdigen Farbe. Laut Internet war es recht „jung“, das heisst erst wenige Wochen alt. Das machte uns beim Buchen aber nichts aus, wir haben und auch nicht abschrecken lassen, obwohl sich auch das ZARA im „soft opening“ befunden hat.
Alleine der Eingangsbereich, der Empfang und der Ausblick haben uns davon überzeugt, dass wir hier richtig waren. Ein Pool, das seinen Namen verdient mit einem whirlpoolartigen Bereich und einem „infinitiven“ Blick aufs Meer = vom Wasser im Becken, ins Meer verlaufend.
Alle Angestellten perfekt englisch sprechend, der Hotelmanager hat uns begrüßt – welch Wunder, der hat sich sicher gedacht, wer bucht um 14 Uhr und ist um 18 Uhr da. Ausserdem haben wir erfahren, dass das Hotel offiziell genau eine Woche offen hat und wir aus diesem Anlass gleich ein Upgrad bekommen haben – auf die Grande Suite. Hier sei angemerkt, dass wir die normale Suite um 87 Euro gebucht haben 🙂 Richtig, Minus 37 Euro zum Zara.
Die erste Überraschung war dann die wirkliche Qualität des Zimmers. Wir hatten, glaube ich, noch nie so eine Kombination aus Preis und Leistung. Selbst beim Normalpreis wäre das Zimmer noch immer ein Hit!
Freistehende Badewanne, Dusche, getrenntes WC, riesiger Schlafbereich und ein Balkon, der fast eine Terrasse ist. Mit Stühlen und einem großen Liegebereich.
Soweit einmal das Zimmer, das alle Stücke spielt.
Der erste Weg führte uns zum Pool, davor haben wir kurz einen Tisch im Hotelrestaurant reserviert. Das wäre zwar nicht notwendig gewesen, aber geschadet hat es auch nicht.
Das Restaurant wird von einem Kanadier geführt, der zuvor 5 Jahre die Geschicke des Scirocco im Lebua State Tower in Bangkok geleitet hat – eines der besten Restaurants von Bangkok. Dementsprechend hoch waren auch unsere Erwartungen.
Nach dem Schwimmen beeilten wir uns und konnten endlich auch etwas schickere Kleidung anziehen (Grüße an Klaus und Dunja ;-)), was in Lamai eher nicht so gut angekommen wäre. Dort hatten wir das Abendessen für 100 Baht im All-You-Can-Eat Lokal auf Betonbänken zu uns genommen.
Nicht so hier. Sowohl die kulinarische Leistung, als auch deren Preis beschrieben eine nicht lineare Kurve seit dem Ortswechsel. Erstmals auch eine richtig gute Weinbegleitung, die, wie sich im nachhinein herausgestellt hat, durch sehr hohe Steuern in Thailand, dem Essen kostenmäßig ebenbürtig war.
Nachdem es noch keine Karte gab, hat uns der Chefkoch selbst gefragt, wonach wir Lust hätten. Wir haben dann gemeinsam ein 4-gängiges Menü zusammengestellt, das im Kern die thailändische Küche als Aufhänger hatte. Ein echtes Murphy-Essen also 😉
Wir haben dann zwischen leichter Vorspeise mit Garnelen und Pomelo, über Jakobsmuscheln und Steak mit lokalen Gewürzen/Saucen bis hin zum ersten scharfen thailändischen Hauptgericht alle einheimischen Geschmacksrichtungen durchprobiert. Dazu jeweils eine Weinbegleitung von Rose, Riesling, Shiraz bis Cabernet – von Australien bis Chile. Vor allem das Steak war mit Abstand das Beste, das ich jemals gegessen habe. Die ganze Komposition war einmalig und das mussten wir an der Poolbar noch etwas einwirken lassen. Das haben wir uns so vorgestellt, dazu passte dann auch wunderbar eine Montecristo Edmundo, die für solche Anlässe gerollt wurde.
Jetzt rund 2 Stunden und fast 2000 Wörter später freue ich mich um knapp 2 Uhr, dass wir unser finales Urlaubsdomizil gefunden haben.
Etliche Bilder werden in den nächsten Tagen folgen und wir werden uns sicher sehr gut hier erholen!


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